Bist du Aktivist?

Für was setzt du dich ein?

Lange Zeit hätte ich mich nicht als Aktivist bezeichnet, aber inzwischen tu ich das und wünsche mir, dass jeder Aktivist ist. Das Gegengeil, ein „Passivist“ zu sein, klingt auch nicht gerade attraktiv.

Bereits in meinem inzwischen lange zurückliegenden Geographiestudium beschäftigte ich mich am eingehendsten mit Themen wie Nachhaltigkeit, Ressourcen und Klima, damals gab es schon den Club of Rome und Bücher über die „Grenzen unseres Wachstums“ und einzelne Szenarien der Klimaveränderung. Ich war damals noch kein Aktivist, aber ich interessierte mich sehr dafür.

Leider ging mir dieses Interesse und Engagement etwas abhanden, als ich nach dem Studium zunächst im Marketing und der Marktforschung und Beratung meinen Weg ging. Erst später in meinem Design Thinking Job in einem Tech-Innovationslab holten mich Zukunfts-Themen und -Szenarien wieder ein.

Gleichzeitig inspirierten mich meine Yogalehrer Sharon Gannon und David Life, die Gründer von Jivamukti Yoga, AKTIVIST zu sein, das heißt nicht zuzuschauen, während sich Dinge ändern oder verschärfen, sondern mitzugestalten. Ich merkte dass das genau mein Ding ist, ich liebte zu gestalten, ich hatte schon immer geniale Ideen und wollte nie angepasst sein oder mich mit etwas abfinden, was ich nicht gut fand.

Lange Zeit wusste ich aber ehrlich gesagt nicht, wie ich das tun sollte, ein Aktivist zu sein.

Nach der Devise Start small but start, machte ich erst mal das, was mir leicht fiel, um einen Beitrag zu leisten.

So ist meine Entscheidung seit über 20 Jahren Vegetarier zu sein und später auch Veganer etwas, das mir nie schwer fiel. Ja, ich setze mich für nachhaltige Ernährungsweise ein.

Menschen im Yoga zu unterrichten sehe ich ebenfalls als einen Beitrag, den ich liebend gerne leiste – ich möchte Menschen inspirieren, begeistern und bewegen – und letzteres nicht nur körperlich.

Ich mag die Vorstellung ein Spiritueller Aktivist zu sein, also jemand, der sich in seinem Wirken und seiner Einflussnahme den Themen und Dingen widmet, die das menschliche Bewusstsein auf eine höhere Bewusstseinsebene lenkt, hin zu mehr Verbundenheit. Yoga eben.

Lange Zeit fragte ich mich, was mich davon abhält auf Demos zu gehen. Das wäre doch auch eine Möglichkeit, mich zu engagieren. Ich dachte lange ich wäre kein guter Aktivist, so lange ich nicht bei Fridays for Future mitmarschiere oder im Lockdown Social Media Posts mache und politisch Stellung beziehe und allen mal sage, wie es anders und besser geht.

Inzwischen weiß ich, der Aktivismus muss auch zu mir passen.

Nur weil andere einen Aktivismus dieser oder jener Art praktizieren, muss das nicht heißen, dass mein Aktivismus nichts bringt. Vergleichen ist wie überall auch hier nicht klug.

Ich weiß jetzt, dass ich Demos nicht mag, weil mir das zu viel negative Energie ist, denn die meisten Demonstranten sind einfach nur GEGEN etwas und haben keine besseren und praktikableren Lösungen parat. Sicher weisen sie auf Missstände hin, es ist sicher gut und wichtig. Nur kann ich das nicht. Und dass ich da nicht hingehe bedeutet für mich einfach, ich brauche meine Energie für andere sinnvolle Dinge.

Statt gegen etwas zu sein, möchte ich lieber FÜR etwas sein, genau das selbst vorleben und vorangehen und ich möchte andere dazu inspirieren das ebenfalls zu tun. Dabei konzentriere ich mich auf das, was ich speziell zu geben habe, was ich in mir fühle, auf meinen spezifischen „Auftrag“.

Genau das möchte ich auch in meinen Coachings aus den Menschen herauskitzeln, ihre Einzigartigkeit und ihre Mission, ihre ganz spezielle Art des Aktivismus. Denn dann wird alles leicht und ganz natürlich.

Und stell dir vor alle Menschen hätten das für sich herausgefunden und würden sich engagieren, genau in dem Bereich, der ihnen Freude macht und positive Energie freisetzt. Wahnsinn, oder? Wie toll wäre das?

So hat sich mein Ideal des Holistic Warrior immer weiter geformt. Ich sehe den Holistic Warrior als einen neuen Menschentypus direkt vor mir, eine Art moderner Jesus, der seine göttliche Gabe einsetzt, um der Welt von morgen zu dienen, der visionär ist, nachhaltig und in großen Zusammenhängen denkt, weitsichtig ist und jeden Tag einen Unterschied in der Welt macht. Völlig unaufgeregt, selbstverständlich, wundervoll. Role-Model. Leader. Yeah.

Ich bin mir ganz sicher, wir brauchen in Zukunft vor allem Menschen, die unangepasst und mutig sind, die mit neuen Lösungen kommen, die Menschen mobilisieren, die ganz automatisch ganzheitlich und nachhaltig denken und nicht nur an sich selbst.

Ich möchte Menschen inspirieren, begeistern und bewegen ein Holistic Warrior zu sein. Ich möchte Menschen, die mehr als ein durchschnittliches langweiliges, komfortables Leben möchten, motivieren, diesen Weg des Holistic Warriors zu gehen, zu wachsen, über sich hinauszuwachsen, Erfüllung im Tun zu finden und eine tiefe Erfüllung im Leben zu erreichen.

Tiefe Erfüllung ist in meinem Empfinden niemals durch egozentriertes Leben möglich.

Wieviel Aktivist steckt in dir?

Wieviel Holistic Warrior?

Alles beginnt mit deiner Entscheidung.

Alles muss sich im Innen formen und dann ausdrücken.

Jeder ist ein Aktivist, wir müssen nur genau hinfühlen.

Als ich meine Jivamukti Yogalehrerausbildung abschloss wusste ich nur, dass ich das Symbolbild des Spirituellen Aktivisten liebte, ich wusste, dass ich meine eigene Interpretation davon eines Tages finden werde.

2018 wurde diese Symbolfigur mit dem Holistic Warrior geboren. Es folgten Workshops zu diesem Thema, ich schrieb ein Gedicht, es entstanden Coachingprogramme, dieser Podcast und aktuell schreibe ich an meinem Buch. Meine Yogalehrerausbildungen sind ein regelrechtes Holistic Warrior Trainings Camp J

Komm doch in meine Facebook Gruppe Holistic Warrior Xperience und werde Teil dieser Bewegung von echten Herzensmenschen, Leaders und Aktivisten!

Alles Liebe,

Deine Annette