Die COVID-19 Pandemie und die damit verbundene Unsicherheit und der Verzicht auf menschliche Nähe fordert uns alle. Meist bringt eine Extremsituation wie diese, bereits bestehende Schwächen von Systemen (Beziehung, Schulsystem, berufliche Existenz, Geschäftsmodell, …) ganz ungeschminkt zum Vorschein.

Ein „weiter wie immer“ bzw. „genau wie vor der Krise“, wird und kann es in vielen Fällen nicht geben. Für viele Menschen und Unternehmen gilt jetzt, schnellstmöglich eine passende Strategie aus der Krise zu finden. Das erfordert Mut. Insbesondere wenn man merkt, dass das Fundament ziemlich instabil ist und man sich komplett neu aufstellen oder neu erfinden muss.

Strategien für mehr Mut

Du findest Dich in diesem Text wieder? Dann werden Dir die folgenden Tipps sicher nützlich sein. Was wir in dieser völlig neuen Situation ganz besonders brauchen ist MUT! Und zwar ganz viel davon.

Aber woher kommt dieser Mut?

Wie können wir mehr Mut gewinnen?

Die folgenden Tipps werden Dir helfen, jeden Tag ein Stückchen mutiger zu werden, um die notwendigen Schritte zu gehen:

Face the Fear!

  Zunächst müssen wir unseren Ängsten tief in die Augen schauen und uns mit ihnen beschäftigen, und zwar nicht in einer Form, in der wir uns hineinsteigern und sich alles nur schlimmer anfühlt, sondern in einer Art analytisch-en Herangehensweise. Dabei stellen wir fest, dass es 4 Kategorien von Ängsten gibt:

Was wir fürchten

  • Angst vor Verlustschmerz – dass wir durch Veränderungen oder Fortschritte in unserem Leben etwas verlieren könnten, das uns wichtig ist.
  • Angst vor Prozessschmerzen – dass der Prozess der Veränderung zu schwer für uns sein könnte.
  • Angst vor Ergebnisschmerzen – dass all die Mühe, die wir in die Veränderung stecken, möglicherweise nicht zu einem besseren Ergebnis in unserem Leben führen könnte.
  • Angst vor dem Tod – dass wir die Krise gesundheitlich nicht überstehen könnten.

Ängste haben allesamt die Eigenschaft, dass sie sich auf ein Negativ-Szenario stützen. Wenn wir uns von unseren Ängsten antreiben lassen, wird kein Fortschritt in eine positive Richtung möglich sein. Dann denkt und handelt man lediglich in Schadensbegrenzung. Leider liegt dieses reine kurzfristige Überlebensdenken in unserer menschlichen Natur, unser Gehirn ist so gebaut. Deshalb braucht es einen ganz besonderen Mut, ein was ich „Holistic Warrior Mindset“ nenne, um aus dem angstgetriebenen Vermeidungsdenken auszubrechen, hin zu einem visionären, klugen und mutigen Handeln.

Dabei ist die Beschäftigung mit den eigenen Ängsten ein wichtiger erster Schritt. Der harten Realität ins Auge zu sehen, bedeutet alles zu sammeln, all das angstmachende negative aufzuschreiben und zu kumulieren. Genau das ist es, was uns dann sagt, was wir garantiert NICHT sein möchten, weder heute noch in Zukunft. Auch eine Projektion kann hier Sinn machen, was wenn ich so weiter mache, wo lande ich dann?

Doch hier dürfen wir auf keinen Fall hängen bleiben!

Sei visionär!

Der für mich allerwichtigste nächste Schritt Richtung mutiger Veränderung und Fortschritt ist, sich eine überzeugende Zukunft auszumalen, eine Vision, die eine magische Anziehungskraft entfaltet.

Stelle Dir die Frage:

„Wenn ich all meine Ängste überwinde und den Mut habe, zu handeln und mein Leben zu verbessern, wird mein Leben auf diese Weise anders sein…“

Sei mutig!

Wie wichtig Mut ist und wie toll es sich anfühlt, mutig zu handeln, wirst Du in der Rückschau erkennen. Frage Dich wann Du mal richtig mutig warst, wie sich das angefühlt hat und wie es Dir dabei ging.

Du kannst täglich Deinen Mut trainieren, indem Du Dir konsequent vornimmst,

  • deine wahren Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Ambitionen zum Ausdruck zu bringen und
  • mit der Welt zu teilen, was Dir wichtig ist und warum Du Dich für etwas engagierst.

Handle!

Ein Mensch, der handelt, entwickelt ein Gespür dafür, wer er oder sie ist, und ist den großen Herausforderungen des Lebens gewachsen.

Du brichst aus Angst und Panik aus, indem Du mutig und mit deiner Vision im Blick konsequent durch dein Handeln deine neue Realität erschaffst. Mir hilft immer das Verständnis, Herausforderungen im Leben als „Lehrer“ zu sehen – somit möchte ich etwas lernen, mich fortentwickeln, mich nicht unterkriegen lassen.

Sei mutig und mach einen großen Sprung nach vorn!

Überlege Dir 3 Bereiche, in denen du in den nächsten 60 Tagen mutiger handeln wirst. Was konkret wirst Du tun?

Kontaktiere mich, wenn Du mehr Unterstützung brauchst, um mutig Deine neue Realität zu entwerfen.

Annette Böhmer